Seminare

Berliner Seminare 2018:

27./28. Januar: Psychotherapie – ein unmöglicher Beruf

  • Methoden, Techniken und Manuale geben eine Sicherheit, die dem Psychoanalytiker fehlt; seine Gedanken und Gefühle in der Gegenübertragung sind sein Werkzeug, Verstrickung in der projektiven Identifikation droht. Umso wichtiger ist die Einhaltung der Bollwerke Abstinenz, Asymmetrie und Rahmen.

24./25. Februar: Modifizierte Psychoanalytische Therapie traumatisierter Patienten

  • Besonderheiten einer psychoanalytisch-psychodynamischen Beziehungstherapie werden im Seminar erarbeitet, deren Wesen die intersubjektiv verstandene Beziehungsgestaltung mit den Mitteln des Spiels, der Metaphorik, auch der spontanen psychodynamischen Inszenierung ist. Die Handhabung besonderer Phänomene wie negativer therapeutischer Reaktion und projektive Identifikation, Aggressivität und Sexualisierung werden erarbeitet.

5./6. Mai: Liebe in der Psychotherapie

  • Die Übertragungsliebe bleibt ein kräftiger Motor des therapeutischen Prozesses; es gibt ein Spektrum ihrer verschiedenen Formen, über die wenig gesprochen wird. Ähnlich tabuisiert ist noch immer das Thema sexuelle Beziehung in der Therapie, die den analytischen Raum zerstört; sie ist immer ein narzisstischer Machtmissbrauch und ein Missbrauch der kindlichen Liebe in der Übertragung.

1./2. September: Psychoanalytische Traumatologie

  • Die Psychoanalyse begann als Traumtheorie, kann aber heute als Beziehungspsychologie verstanden werden, die Beziehungserfahrungen, auch traumatisierende, an der Wurzel schwerer psychischer Störung sieht. Die Internalisierung von Gewalterfahrung, nämlich Introspektion und Identifikation mit dem Aggressor, dient der Bewältigung lang dauernder „komplexer“ Beziehungstraumata, während akute Extremtraumatisierung eher Dissoziation zur Folge hat.

6./7. Oktober: Schuld und Schuldgefühl

  • Opfer jeder Form von Gewalt entwickeln aufgrund von Täteridentifikationen (Identifikation mit dem Aggressor) schwere Schuldgefühle (während der Täter jede Schuld leugnet). Die „mikrochirurgische“ Differenzierung der Schuldgefühle wie auch der realen Schuld ist zentral für eine psychoanalytische Traumatherapie.

10./11. November: Mütter und Söhne – abwesende Väter

  • Pseudoödipale Mutter-Sohn-Bindung: Während die Dynamik des Vater-Tochter-Inzests inzwischen gut erforscht ist, bleibt die narzisstisch oder sexuell missbräuchliche Beziehung der Mutter zu ihrem Sohn noch weitgehend im Dunkeln. Der Wechsel zwischen idolisiertem Erhöht-Werden und abrupter Entwertung führt später zum Kippen von „männlicher“ Grandiosiät in tiefe Depression, auch in oft extreme aggressive Kontrollverluste.

24./25. November: Modifizierte psychoanalytische Therapie traumatisierter Patienten

  • Besonderheiten einer psychoanalytischen Beziehungstherapie werden im Seminar erarbeitet, deren Wesen die untersubjektiv verstandene Beziehungsgestaltung mit Mitteln des Spiels, der Metaphorik, auch der spontanen psychodynamischen Inszenierung ist. Die Handhabung besonderer Phänomene wie negative therapeutische Reaktion und Projektile Identifikation, Aggressivität und Sexualisierung werden erarbeitet.

15./16. Dezember 2018: Der eigene Körper als Objekt

  • Opfer von familiären Traumata attackieren ihren Körper durch Selbstbeschädigung und Ess-Störungen – machen ihn zum Opfer, zum Objekt der Wut, schaffen in ihm aber auch ein mütterliches Objekt und Ich-Grenzen-Substitut.

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je 6 Doppelstunden; Wochenenden zum selben Thema bauen nicht aufeinander auf.

Veranstaltungsort: Dr. Mathias Hirsch, Hektorstr. 20, 10711 Berlin-Halensee

Die Zeiten: jeweils Samstags 10:00 bis 18:30 Uhr und Sonntag 10:00 bis 13:15 Uhr

Die Wochenenden sind nur als ganze zu buchen; das Honorar für jede Doppelstunde (90 Min.) beträgt € 40,-. Feste Anmeldungen können bis 4 Wochen vor dem Termin abgesagt werden. Bei kürzerfristigen Absagen muss der volle Betrag berechnet werden, wenn der Platz nicht anderweitig vergeben werden kann.

Bei der Ärztekammer Nordrhein als ärztliche Fortbildungsveranstaltung (Kat. C) zertifiziert.

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Hier können Sie den Flyer zu den Seminar-Veranstaltungen und den Supervisionsgruppen als PDF-Datei herunterladen.