Seminare

Berliner Seminare 2019 / 1. Halbjahr 2020:

11./12. Mai 2019: Liebe in der Psychotherapie

  • Die Übertragungsliebe bleibt ein kräftiger Motor des therapeutischen Prozesses; es gibt ein Spektrum ihrer verschiedenen Formen, über die wenig gesprochen wird. Ähnlich tabuisiert ist noch immer das Thema sexuelle Beziehung in der Therapie, die den analytischen Raum zerstört; sie ist immer ein narzisstischer Machtmissbrauch und ein Missbrauch der kindlichen Liebe in der Übertragung.

21./22. September 2019: Schuld und Schuldgefühl

  • Opfer von jeder Form von Gewalt entwickeln aufgrund von Täteridentifikationen (Identifikation mit dem Aggressor) schwere Schuldgefühle. Die ‚mikrochirurgische‘ Differenzierung der Schuldgefühle sowie auch der realen Schuld ist zentral für eine psychoanalytische Traumatherapie.

5./6. Oktober 2019: Mütter und Söhne – abwesende Väter

  • Pseudoödipale Mutter-Sohn-Bindung: Während die Dynamik des Vater-Tochter-Inzests inzwischen gut erforscht ist, bleibt die narzisstisch oder sexuell missbräuchliche Beziehung der Mutter zu ihrem Sohn noch weitgehend im Dunkeln. Der Wechsel zwischen idolisiertem Erhöht-Werden und abrupter Entwertung führt später zum Kippen von „männlicher“ Grandiosiät in tiefe Depression, auch in oft extreme aggressive Kontrollverluste.

16./17. November 2019: Modifizierte psychoanalytische Therapie traumatisierter Patienten

  • Besonderheiten einer psychoanalytischen Beziehungstherapie werden im Seminar erarbeitet, deren Wesen die untersubjektiv verstandene Beziehungsgestaltung mit Mitteln des Spiels, der Metaphorik, auch der spontanen psychodynamischen Inszenierung ist. Die Handhabung besonderer Phänomene wie negative therapeutische Reaktion und Projektile Identifikation, Aggressivität und Sexualisierung werden erarbeitet.

7./8. Dezember 2019: Der eigene Körper als Objekt

  • Opfer von familiären Traumata attackieren ihren Körper durch Selbstbeschädigung und Ess-Störungen – machen ihn zum Opfer, zum Objekt der Wut, schaffen in ihm aber auch ein mütterliches Objekt und Ich-Grenzen-Substitut.

25./26. Januar 2020: Liebe und Macht – und ihr Missbrauch – in der Psychotherapie

  • Die Übertragungsliebe entspricht der eines Kindes zu einem mächtigen Erwachsenen; sie ist einerseits erwünscht („Goldmine“), birgt aber auch die Gefahr des Missbrauchs („Minenfeld“) – genau wie in der entsprechenden Familiendynamik.

7./8. März 2020: Psychoanalyse der Angst

  • Verschiedene Angstformen lassen sich aus psychoanalytischer Sicht heute als Beziehungsgeschehen, als Trennungs- oder Nährangst, letztlich als Identitätsangst verstehen.

……………………………………………………………………………………………………………………………………………….

je 6 Doppelstunden; Wochenenden zum selben Thema bauen nicht aufeinander auf.

wissenschaftlicher Leiter und Referent: Dr. Mathias Hirsch
Veranstaltungsort: Dr. Mathias Hirsch, Hektorstr. 20, 10711 Berlin-Halensee

Die Zeiten: jeweils Samstags 10:00 bis 18:30 Uhr und Sonntag 10:00 bis 13:15 Uhr

Die Wochenenden sind nur als ganze zu buchen; das Honorar für jede Doppelstunde (90 Min.) beträgt € 45,-. Feste Anmeldungen können bis 4 Wochen vor dem Termin abgesagt werden. Bei kürzerfristigen Absagen muss der volle Betrag berechnet werden, wenn der Platz nicht anderweitig vergeben werden kann.

Bei der Ärztekammer Berlin als ärztliche Fortbildungsveranstaltung (Kat. C) zertifiziert.

……………………………………………………………………………………………………………………………………………….

Hier können Sie den Flyer zu den Seminar-Veranstaltungen und den Supervisionsgruppen als PDF-Datei herunterladen.