Seminare

Berliner Seminare 2021:

23./24. Januar 2021: Sehnsucht und Eifersucht – Louis Buñuels El/Er

  • Sehnsucht und Eifersucht versuchen beide den Konflikt zwischen Liebessehnsucht und Näheangst zu lösen. Eifersucht enthält darüber hinaus den abgewehrten Wunsch nach Schutz durch den Dritten (Vater). Lacan hat Buñuels wunderbaren Film für die psychoanalytische Ausbildung verwendet.

27./28. Februar 2021: Liebe und Macht – und ihr Missbrauch – in der Psychotherapie

  • Die Übertragungsliebe entspricht der eines Kindes zu einem mächtigen Erwachsenen; sie ist einerseits erwünscht („Goldmine“), birgt aber auch die Gefahr des Missbrauchs („Minenfeld“) – genau wie in der entsprechenden Familiendynamik.

8./9. Mai: Psychodynamik der Essstörungen.

  • Anorexie, Bulimie und auch Adipositas werden in Beziehungsdimensionen verstanden: Die Anorektikerin erschafft in ihrem Körper eigenmächtig-trotzig einen Gegenentwurf zu „Mutter“, eine Antimutter, die Bulimikerin meint die Nahrung zu beherrschen und sich, ebenso wie die/der Fettsüchtige, omnipotent mütterliche Substanz zu inkorporieren. Alle Formen enthalten Aspekte der Sucht und der Selbstbeschädigung.

5./6. Juni: Psychoanalyse des sexuellen Missbrauchs in der Familie, in Abhängigkeitsbeziehungen und in Institutionen

  • Die psychodynamischen Verhältnisse von Opfern, Tätern, aber auch der Systeme Familie und Institution werden untersucht, die alle eine kollusive, auf Identifikation mit dem Aggressor  beruhende, letztlich auf Identitätsdefizite zurückzuführende destruktive Dynamik entfalten. Das Täter-Opfer-Paar ist immer eingebettet in kollaborative umgebende Gruppe.

21./22. August: Die Gruppe als Container – Mentalisierung und Symbolisierung in der analytischen Gruppe und der kombinierten Einzel- und Gruppenpsychotherapie

  • In der analytischen Gruppe können wie in keinem anderen sozialen Ort Erfahrungen des Denkens über das Denken Anderer gemacht werden, so dass der Einzelne sich selbst als Denkenden erfahren kann: Mentalisierung. Insbesondere Identifikation und Konfrontation als zwei Formen des Spiegelns sind verändernde Wirkfaktoren der Gruppenpsychotherapie.

18./19. September: Die therapeutische Beziehung 

  • Die Psychoanalyse ist nun im Wesentlichen eine Beziehungswissenschaft geworden, die Beziehung zwischen Patientin und Therapeut ist ihr Werkzeug. Aspekte von Übertragung, Gegenübertragung, projektiver Identifikation und Abstinenz werden im Sinne der Intersubjektivität behandelt.

30./31. Oktober: Psychoanalyse der Angststörungen

  • Alle Angststörungen, imponieren sie auch als „psychosomatisch“, lassen sich psychoanalytisch als Beziehungsgeschehen, als Trennungs- und Näheangst, auch archaische Symbioseangst, letztlich als Identitätsangst verstehen.

20./21. November: Modifizierte psychoanalytische Therapie traumatisierter Patienten

  • Die Herausforderung für die Therapeutinnen und Therapeuten  liegt in der größeren Aktivität des Therapeuten, mit der in der intersubjektiv verstandenen Beziehung mit den Mitteln des Spiels, der Metaphorik und der spontanen psychodramatischen Inszenierung die Symbolisierungsfähigkeit der Patientin gefördert wird. Die Handhabung besonderer Phänomene wie negative therapeutische Reaktion, Aggressivität und Sexualisierung werden erarbeitet.

je 6 Doppelstunden; bei der Ärztekammer Berlin als ärztliche Fortbildungsveranstaltung (12 Punkte, Kat. C) zertifiziert.

wissenschaftlicher Leiter und Referent: Dr. Mathias Hirsch
Veranstaltungsort: Dr. Mathias Hirsch, Hektorstr. 20, 10711 Berlin-Halensee
Die Zeiten: jeweils Samstags 10:00 bis 17:45 Uhr und Sonntag 10:00 bis 13:15 Uhr

Unter Pandemie-Bedingungen finden die Seminare je nach Inzidenzzahlen entweder online statt, oder unter folgenden Bedingungen als Präsenzveranstaltung: reduzierte Teilnehmerzahl, genügend Abstand, Maskenpflicht, sofern man nicht seinen festen Sitzplatz innehat, ausreichende Lüftung.

Die Wochenenden sind nur als ganze zu buchen; das Honorar für jede Doppelstunde (90 Min.) beträgt € 45,-. Feste Anmeldungen können bis 4 Wochen vor dem Termin abgesagt werden. Bei kürzerfristigen Absagen muss der volle Betrag berechnet werden, wenn der Platz nicht anderweitig vergeben werden kann.


Hier können Sie den Flyer für die Seminare und Supervisionsgruppen herunterladen.